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Verdrehte Wahl..

Die Wahlen sind nun vorbei, und so wie es aussieht gibt es wohl eine Regierung aus FDP und der Union..
Was mich an diesem Wahlergebnis und dem vorhergehenden Wahlkampf aber wirklich stört sind die verstörenden Fragen, die man zwangsweise stellen muss:
Warum gewinnen neoliberale Parteien, die schon aufgrund ihrer Konzepte als ideologische Verursacher der Finanz- und Wirtschaftskrise gelten den Zuspruch der Bevölkerung ?
Warum ist es als rein populistische linke Partei möglich, Stimmengewinne zu verzeichnen obwohl es nicht einmal ein Parteiprogramm gibt ?
Warum schneidet die sich selbst dem Umweltschutz verschriebene Partei der Grünen im Angesicht einer Klimakatastrophe am schlechtesten ab ?
Warum bekommen die Sozialdemokraten ein desaströses Wahlergebnis obwohl sie mit ihren Reformen der vorletzten Legislaturperiode große Verdienste leisteten ?

Irgendwie scheint ein großer Teil der Bevölkerung sich nicht klar darüber zu sein in welcher Lage sich Deutschland befindet.
Zum Abschluss werde ich noch einmal darlegen, warum die FDP keine liberale Partei mehr ist, sondern eine Partei für im Elite-Denken verhaftete Besserverdiener:

Liberal bedeutet
frei zu sein und frei zu denken, als Grundstein für Liberalismus liegt die Meinungsfreiheit nahe, aber auch Dinge wie Toleranz und Bildungsfreiheit. Gleichzeitig erhebt die FDP den Anspruch eine Wirtschaftspartei zu sein, die sich marktwirtschaftlich rational verhält.

Genau das ist die FDP nicht.

Die FDP ist für Studiengebühren, wodurch wirtschaftlich schlechter gestellten Menschen erschwert wird, ihre Bildung an Hochschulen zu verbessern und in der Gesellschaft aufzusteigen. Studiengebühren sind eine Einschränkung der (Bildungs-)Freiheit, aber gerade das möchte die FDP fortführen.
Die FDP ist für Atomenergie. Uran wird noch weltweit bei dem derzeitigen Fördervolumen ~80 Jahre hinhalten - Kohle dagegen ~270 Jahre und regenerative Energien bis die Flüsse rückwärts fließen und uns die Sonne um die Ohren fliegt. Am wirtschaftlichsten wäre es also, Atomenergie kurz-, Energie aus Kohle mittelfristig zu unterstützen und langfristig regenerative Energien anzustreben, um langfristige, sichere Arbeitsplätze zu schaffen sowie Deutschland unabhängiger zu bekommen. Die FDP stellt sich dagegen kristallklar auf Seiten der Atomlobby und ignoriert damit sogar die Meinung der Mehrheit des Volkes, welches Atomkraft ablehnt.
Die FDP ist gegen jeden Mindestlohn. In unserer mehr und mehr globalisierten Welt ist es allerdings zumindest notwendig, ortsgebundenen Mindestlohn durchzusetzen damit langfristig Arbeitsplätze in Deutschland gesichert bleiben und das Sozialsystem nicht alleine auf Schultern der Mittelschicht hängt. Auch hier wählt die FDP zwar den Weg einer totalen Marktwirtschaft, deren Ergebnisse wir bereits an der Finanzkrise ablesen konnten.
Liberale Vernunft nenne ich das nicht.
Die FDP leugnet den Afghanistan-Krieg. Im Wahlkampf wurde dieses Thema nicht erwähnt (und das obwohl Westerwelle Außenminister spielen möchte), aber zu einer liberalen Partei gehört auch die Aufklärung des Volkes - und das ist u.a. bei der FDP nicht der Fall gewesen.
Die FDP ist für Steuersenkungen. Zu einer wirtschaftlichen Partei gehört auch ein gewisses wirtschaftliches Verständnis - durch Steuersenkungen erhöht sich die ohnehin große Verschuldung noch weiter und damit die Last, die auf späteren Generationen verteilt werden muss. Kurzfristige Planung führt in unserer Wirtschaft allerdings wohl nicht zu einem Aufschwung.

Dies sind nur ein paar Gründe, wer sich ausführlich mit dieser Partei beschäftigt wird feststellen dass sie eigentlich unwählbar ist - zumindest für Menschen die langfristig, wirtschaftlich, sozial und umweltbewusst denken. Wer sich bei diesen Eigenschaften ausklammert, soll ruhig weiter FDP wählen - ich dagegen werde mich weiter über sie auskotzen, denn nichts anderes verdient dieser neoliberale Zirkus.

1.10.09 03:11


..fix the System

In diesem Eintrag werde ich darauf eingehen wie ihr euren Computer wartet - und zwar gründlich.
Zunächst muss ich allerdings dabei anmerken dass ihr keine Mega-Performance Sprünge erwarten solltet, schneller wird es allerdings dennoch.

Es gibt zwei Wege ein System zu "warten", Weg Eins stellt hierbei die Neuaufsetzung eines Systems dar, darauf werde ich aber in einem zukünftigen Eintrag zurück kommen - denn hier geht es darum ein System zu warten.
Weg Zwei ist denmach also der Pfad über die Optimierung eines bestehenden Systems hinsichtlich Leistung und Verfügbarkeit. Eine letzte Anmerkung: Ich beziehe mich auf Windows XP mit Service Pack 2/3, denn mit Vista habe ich weniger Erfahrung und kann also nicht exakt sagen, wo ihr bestimmte Funktionen findet; die Hilfefunktion in Verbindung mit Suchmaschinen wird euch helfen. Die Wartung selbst kann mehrere Stunden brauchen, plant also am besten mindestens einen Tag dafür ein - dafür bekommt ihr aber auch ein System das optimal funktionieren wird.
Für die Profis unter euch: Ich schreibe diesen Eintrag noobkonform, also wundert euch nicht wenn ich Dinge erkläre, die für euch selbstverständlich sind.
Ich gebe übrigens keine Garantie auf euer System, bei Fehlern werde ich nach Möglichkeit helfen.

Schritt Eins:
Zunächst einmal beseitigt ihr sämtliche Programme die ihr nicht braucht, das erleichtert den Rest der Arbeit erheblich - was zu weniger Daten führt die ihr in Schritt Zwei und Elf ordnen/defragmentieren müsst.
Dazu nutzt ihr die Deinstallationsfunktion der Programme oder löscht Daten direkt, wie etwa bei Musikdateien/Filmen oder dergleichen. Gibt es keine Deinstallationsfunktion bei einem installierten Programm lohnt sich ein Blick auf die "Software"-Liste in der Systemsteuerung, denn manche Programme verzichten aus Benutzerunfreundlichkeit auf diesen Punkt.
Löschen ist also erstmal angesagt!

Schritt Zwei:
Als nächstes strukturiert ihr eure Daten entsprechend. Das bedeutet im nachhinein dass ihr sinnvolle Ordner anlegt in denen ihr eure Daten zusammenpackt, möglichst logisch. Also Filme zu Filmen und Musik zu Musik, aus Rücksicht auf die Zukunft solltet ihr z.b. Spiele in einen bestimmten Ordner installieren und nicht der Herstellervorgabe folgen. Auch das wird für die Optimierung wichtig sein, warum werde ich in Schritt Elf erklären.
Fasst also eure Dateien zusammen so gut es geht.

Schritt Drei:
Habt ihr die letzten beiden Schritte befolgt geht es nun etwas mehr ins Detail: Viele Programme lassen Reste in der Registry von Windows. Die Registry ist ein Verzeichnis vom Betriebssystem welches bei jedem Start geladen wird und mitunter diesen Start verzögern kann. Hier gibt es zwei Methoden dieses Problem zu lösen:
Methode eins ist sich ein Programm zu besorgen, wie beispielsweise den RegCleaner , das euch die Arbeit vereinfacht. Im Verzeichnis dieses Programmes durchsucht ihr die Registry auf "tote Programme", die ihr schon lange entfernt habt und löscht diese.
Methode zwei impliziert die Nutzung von Windows, also die Arbeit per Hand. Dazu gebt ihr unter "Ausführen" beim Windows-Startbutton den Befehl "Regedit" ein. Im Ordner HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE findet ihr sämtliche eingetragenen Programme und könnt die "Registrierungsschlüssel" sofort entfernen.
Löscht dort allerdings wirklich nur die Schlüssel, von denen ihr wisst dass ihr sie nicht mehr braucht.

Schritt Vier:
Als nächstes ist eine Treiberaktualisierung vonnöten. Treiber sind Programme die für die Kommunikation zwischen Mainboard und Hardware verantwortlich sind - im Klartext: Hat ein Gerät wie eine Grafikkarte einen veralteten Treiber kann es sein dass dieses Gerät nicht optimal funktioniert da Treiber mitunter auch die Leistung steigern.
Dazu geht ihr in der "Systemsteuerung" nicht auf den Punkt "Hardware", sondern auf den Punkt "System", denn dort findet ihr im Reiter "Hardware" den "Gerätemanager".
Dort könnt ihr bei den jeweiligen Geräten (die wichtigsten sind dabei die Grafikkarte als auch die Soundkarte bzw. die Soundtreiber für OnBoardSound, dort ist die größte Optimierung zu erzielen) die Treiberversion unter dem Punkt "Eigenschaften" prüfen.
Die neuesten Treiber findet ihr immer auf der Herstellerseite, vergleicht also eure Treiberversion mit der dort angebotenen bevor ihr einen Austausch vornehmt.
Deinstalliert diese, ladet euch die neuste herunter und installiert diese.
Wichtig: Habt ihr jemals eure Grafikkarte gewechselt solltet ihr sichergehen dass der alte Treiber restlos entfernt worden ist, ein Blick in die Registry wird euch Gewissheit geben.

Schritt Fünf:
Ein Virentest ist der nächste Schritt. Überprüft sämtliche Dateien mittels einer Antiviren-Software auf Viren, um so einer Infizierung vorzubeugen, als kostenloses Antivirentool bietet sich AntiVir an, wobei diese Software sogar besser arbeitet als bestimmte kommerzielle Produkte wie etwa Norton Antivirus. Mehrere Antivirenprogramme laufen zu lassen oder gar zu installieren ist dagegen der Schritt in die falsche Richtung, denn diese Programme bremsen sich gegenseitig aus und können euer System radikal verlangsamen. Beschränkt euch also auf die Software eures Vertrauens und belasst es bei diesem einen.

Schritt Sechs:
Als nächstes wird der Browser optimiert. Wenn ihr nicht gerade Opera benutzt und vermutlich den Firefox runtergeladen habt, besorgt euch die Addons "Adblock Plus" sowie "Noscript".
Während "Adblock Plus" sämtliche Popups blockiert ist "Noscript" ein Programm welches euch manuell entscheiden lässt, welche Scripte ihr auf welchen Programmen zulasst und welche nicht. Gerade für Freunde der Datenschutzbewegung ist das ein Lichtblick, denn beinahe jede Internetseite benutzt "Google"-Scripts die euer Internetverhalten analysieren. Vom Internet-Explorer seitens Microsoft rate ich dagegen dringend ab, denn trotz neuester Updates ist diese Programm stark anfällig gegen..so ziemlich alles. Ich rate zu Opera oder einem modifizierten Firefox!

Schritt Sieben:
Als nächsten Schritt empfehle ich die Abschaltung des Neustarts bei Systemfehlern. Wer keine plötzlichen Neustarts zu befürchten hat oder erfährt, kann diesen Schritt überspringen. Diesen "Dienst" von Windows schaltet ihr in der Systemsteuerung bei "System" im Reiter "Erweitert" aus, dort gibt es den Button "Einstellungen" bei der Kategorie "Starten und Wiederherstellen".
Dort könnt ihr jenen Punkt ausschalten und bekommt statt eines Neustarts bei einem schwerwiegenden Systemfehler einen Bluescreen der euch den genauen Fehlercode anzeigt - diesen könnt ihr dann im Internet mit diversen Suchmaschinen nachschlagen um die Ursache festzustellen.

Schritt Acht:
Bringt euer OS (Operating System) auf den neuesten Stand. Das bedeutet: Updatet eurer Betriebssystem, gerade bei Windows kann das wahre Wunder wirken. Achtung: Bei Service Pack 3 könnt ihr eine Fehlermeldung bekommen wenn ihr euer Windows-Logo verändert habt, dies müsst ihr abschalten bevor ihr das Update installieren könnt. Die Updates selbst könnt ihr unter dem Punkt "Automatische Updates" im bereits erwähnten "System" anschalten.

Schritt Neun:
Als nächstes regelt ihr den Autostart diverser Programme. Dazu gebt ihr bei "Ausführen" den Befehl "MSCONFIG" ein.
Beim Reiter "Systemstart" schaltet ihr Programme aus, die ihr nicht unbedingt bei jedem Start braucht, also sämtliche Programme, die beim Systemstart geladen werden aber ihr selbst manuell starten wollt wenn ihr sie braucht.
Im Reiter "Dienste" dagegen findet ihr viele Dienste von Windoof, die nicht unbedingt immer während des laufenden Systems geladen werden müssen. Auch hier helfen euch Suchmaschinen um herauszufinden, welche "Dienste" ihr gefahrlos abschalten könnt ohne das System zu schädigen.

Schritt Zehn:
Im zehnten Schritt benutzt ihr die Fehlerüberprüfung von Windows bei den jeweiligen Partitionen, zu finden unter den "Eigenschaften" bei den jeweiligen Festplatten/Partitionen. Sehr wahrscheinlich wird euch Windows sagen, dass ihr den Rechner neu starten müsst, dann folgt vor dem Start des Systems eine Fehlerüberprüfung sämtlicher Dateien. Dies ist vonnöten, da ihr bei Schritt Elf sonst Fehler produzieren könntet, die euer Betriebssystem zerschiessen können. Wenn diese läuft (Achtung: Dies kann je nach Größe der Festplatte länger dauern) achtet darauf was passiert, also keine Panik bekommen wenn plötzlich sehr viele "Einträge" geschaffen werden. Zu einem Abbruch via Neustart rate ich nur, wenn diese Einträge einen fünfstelligen Betrag erreichen.

Schritt Zehn Alpha:
Solltet ihr plötzlich euer System nicht mehr starten können da ihr es bei Schritt Zehn neugestartet hattet, besorgt ihr euch einfach eure Windows-CD um die "Wiederherstellungskonsole" aufzurufen. Dort gebt ihr dann ganz bequem den Befehl CHKDSK /P /R ein um die fehlerhaften Dateien zu entfernen. Achtung: Dies kann mehrere Stunden dauern bei denen ihr nicht dabei sein müsst (Bei mir: 200 GB - 5 Stunden).
Danach sollte euer System wieder reibungslos funktionieren (also in 99.9% aller Fälle).

Schritt Elf:
Der letzte Schritt besteht darin, die Festplatte zu defragmentieren. Dazu benötigt ihr besondere Programme, denn die Windows-eigene Defragmentierung ist relativ nutzlos und schiebt nur Dateien hin und her. Ein gutes Programm dafür ist beispielsweise O&O Defrag Professional , die Version ist 30 Tage kostenlos testbar und leistet gute Dienste.
Tools wie TuneUp sind dagegen allgemeiner und nicht besonders hilfreich, da das Hauptaugenmerk auf anderer Bereiche gelegt wurde. Generell rate ich von diesen Programmen ab, sie können euer System dauerhaft schädigen.
Defragmentieren bedeutet im Klartext: Die Dateien werden auf der Festplatte so angeordnet, als das zusammengehörige Dateien von Programmen möglichst nah beieinander geschoben werden damit die Nadel der Festplatte nicht stark springen muss. Wenn ihr Programme installiert und deinstalliert wird wieder Speicher zwischen installierten Programmen frei - bei jeder neuen Installation werden also diese Dateien zunächst in alle freien Speicherplätze zwischen installierten Programmen/Daten gesetzt, was die Zugriffszeit erhöht.
Eine Defragmentierung erhöht also die Zugriffszeit auf oft benutzte Programme wie etwa beim Betriebssystem oder bei Spielen und anderer Software.
Achtung: Auch dies kann mehrere Stunden dauern, je nach Partitionsgröße!
Bei O&O Defrag Professionell empfehle ich bei oft benutzten Partitionen mit Programmen die Methode "Complete/Name", denn dann werden die Daten gemäß ihrers Ordners und des Namens geordnet - wobei die in Schritt Zwei erwähnte Ordung der Daten in bestimmte Ordner nun nützlich wird.
Bei weniger benutzten Partitionen sind andere Defragmentierungsmethoden nützlich, aber das könnt ihr in der Hilfe nachschlagen!

Nach diesen elf Schritten sollte euer System schneller arbeiten, zumindest allerdings ist es optimiert für den Gebrauch. Ich hoffe der ein oder andere wird sich dies zu Herzen nehmen, im Zweifel könnt ihr aber diesen Guide immer nachschlagen - bei Fragen bin ich natürlich immer mindestens über diesen Blog erreichbar. Für Verbesserungsvorschläge bin ich ja sowieso immer offen, falls ich etwas vergessen haben sollte.

17.9.09 02:53


Open Air: First Blood!

Ungefähr eine Woche ist es her, als das Konzert in meinem Garten war und endlich finde ich Zeit, darüber zu schreiben.

Etwa 50 Leute besuchten an diesem Abend den Metalgarten um ihn einige Stunden später zu verlassen und mir ein Schlachtfeld zu hinterlassen, bei dem ich mich vor Wacken anscheinend nicht verstecken muss. Alles in allem lief alles ruhig ab, d.h. es gab keine Ausreißer die meine Muddi angegrapscht haben, der Rasen wird sich auch in ungefähr 5 Jahren davon erholt haben und die Polizei schaute auch nur einmal vorbei. Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen, abgesehen davon dass ich an dieser Stelle allen danke die anwesend waren, denn alleine hätte ich die 100 Liter Bier vielleicht nicht geschafft. Dann gibt es noch ein fettes Danke an alle die mir am Grill, am Eingang oder beim Auf- und Abbau geholfen haben, und ich schätze dass war es nicht nur mir sondern auch euch wert.
Zuletzt bedanke ich mich natürlich bei den Bands:
Die ClubKids sind vielleicht nicht das, was das Gros der Leute hier an Musik hört, aber es hat Spaß gemacht auch mal etwas "Partymusik" am Start gehabt zu haben - oder anders: Ihr könnt gerne wieder kommen!

Und Whisk aka CLT: Ihr habt Barrenstein mal richtig gerockt. Die Playlist war super und als eigentlich schon alles vorbei war habt ihr noch einen drauf gelegt und eines der geilsten Medley's geliefert, die ich je gehört habe. Klasse!

Und nun lasse ich ein paar Bilder sprechen.. Wer mehr möchte kann mich gerne anschreiben, gibt ein größeres Packet bei Rapidshare von mir..

Und nun die beiden Epic Bilder zuletzt:

Und das Medley natürlich, denn davon gibt es ein Video mit miserabler Handyvideoqualität aber recht passablem Klang:


7.9.09 00:09


Brennt den Garten nieder!

Am 29.08., diesen Samstag also ist es soweit:
In meinem Garten geht die große Gaudi ab!

Um nicht in Rätseln zu sprechen: An diesem Tag werden meine Nachbarn mit einer recht großen Zahl Dezibel gezwungen, sich Kopfhörer aufzusetzen, die Staatsmacht zu rufen oder einfach nur den Klängen von City Light Thief, vormals WHISK!? und deren Vorband ClubKids zu lauschen. Eintritt gibt es nur für geladene Gäste - d.h. entweder wurdet ihr bereits persönlich von mir eingeladen oder könnt bei der Homepage von CLT an einer "Verlosung" für den Eintritt teilnehmen. Wer sich vergessen fühlt sollte sich dagegen umgehend an mich wenden.

Bevor die üblichen Verdächtigen namens "Wann?", "Wo?" und "Wie?" auftreten hier nun das große "FAQ YOU!?"

Wieviel kostet das ganze für mich?
Der Eintritt beträgt 7 Reichsmark Euro und weil außerdem gegrillt wird sollte auch eigenes Fleisch/Grillgut mitgebracht werden.

Wie sieht die restliche Verpflegung aus?
Als restliche Verpflegung, die kostenlos erhältlich sein wird gibt es Bier (Alt/Pils), Brot, Soßen sowie natürlich nichtalkoholische Getränke wie Wasser und Cola. Wer etwas spenden will wie etwa fiese Salate oder andere Köstlichkeiten, sei herzlich dazu aufgerufen. Ich finde allerdings dass 100 Liter Bier reichen..

Ich bin ein Freund härterer Sachen!?
Dann bring es mit. Zahlen musst du trotzdem!

Ich bin Abstinenzler, trinke keinen Alkohol und sehe nicht ein die vollen sieben Euro ganz oder teilweise zu bezahlen!
Halt's maul und bleib zuhause. An diesem Tag feiern wir auch die Wiederauferstehung der Sowjetunion, weshalb jeder denselben Betrag zu zahlen hat.

Darf ich soviel trinken wie ich will ?
Prinzipiell ja. Wer allerdings alkoholisiert meine Mutter angrapscht, rumbrüllt und den Troll rauslässt oder mein Chili-Gewächshaus auch nur falsch anguckt spürt meine Rache in Form von Fäusten sowie Vergewaltigungsorgien. Hier wird nicht gepöbelt, es sei denn ich werde vorher gefragt.

Woher weiß ich dass du keinen Gewinn aus der Sache ziehst und dich nicht an dem Konzert bereicherst ?
Seh ich so aus ? Mal im Ernst, das Geld wird wirklich nur für die angebotenen Waren und das Fahrgeld für die ClubKids verwendet - die kommen nämlich von Weit weit weg aus Neuwied. Nur für euch!

Wann fängt die Scheisse an ?
Voraussichtlich wird der Einlass um 18:30 Uhr sein. Die Bands spielen zwischen 20:00 und 22:00 Uhr, danach wird es etwas gemütlicher zugehen und die Party langsam aber sicher ausklingen.

Wie kann ich mir den Abend vorstellen ?
Auf der Terrasse des Gartens wird ein Pavillion stehen, unter diesem werden Bänke und Tische stehen um dort zu essen. Auf der Wiese selbst wird die Bühne sein, vor der Bühne linker Hand werden Stehtische, rechter Hand Decken und eine Shishaecke sein.

Was ist wenn es regnet ?
Gesetz dem Fall, dass auch Thor uns besuchen möchte wird auch die Bühne durch ein Pavillion geschützt sein, höchstwahrscheinlich auch ein weiterer Bereich wie etwa die Shisha-Ecke sowie natürlich der Grillbereich. Wer allerdings Angst vor Regen hat sollte lieber zuhause weinen und uns feiern lassen.

Was ist wenn ich mich daneben benehme ?
Wenn du meinen Türsteher siehst wirst du wissen was passiert. Mit dem ist nicht zu spaßen..

Brauche ich meinen Personalausweis oder dergleichen ?
Da ich an diesem Abend den Nazi an meiner Garderobe ablegen werde, ist dies nicht vonnöten - da wir aber auch nicht wissen wie konservativ genau der Großteil des Dorfes ist, ist es nicht von Nachtteil den Ausweis bei sich zu führen. Zumindest solltest du nicht volltrunken ankommen und deinen Namen nicht mehr buchstabieren können.
Mein Türsteher mag keine Saufbolde..

Ich weiß nicht wo du wohnst, wie kann man anreisen ?
Wie du weisst nicht wo ich wohne ?
Spaß beiseite, da ich in einem kleinen Kaff wohne gibt es mehrere Möglichkeiten:
Die Adresse ist die Muchhausener Straße 26 in Barrenstein, der Garten ist durch die Garage zu erreichen, grün lackiert. Wer nicht mit dem Fahrrad, Auto oder Flugzeug kommt muss mit den Bussen vorlieb nehmen - dieser fährt vom Grevenbroich Hauptbahnhof stündlich Richtung Barrenstein, die Linie hat die Nummer 892 Richtung Oekoven/Rommerskirchen/Evinghoven oder was auch immer der Busfahrer sich ausdenkt. Vorsicht: Es gibt eine zweite Linie der Nummer 892, die fährt aber Richtung Gindorf/Gustorf und bringt euch in die entgegengesetzte Richtung. Es gibt nur einen Bus der in die Hölle fährt.

Gehört der geile rote und frisch polierte Wagen in der Einfahrt dir ?
Ja.

Gibt es sonst noch etwas was ich wissen muss ?
Nein.
Es sei denn, du möchtest eine Aufgabe übernehmen, wie etwa das Bier zu zapfen, zu grillen oder zum Flügelmann des Türstehers zu werden.

Natürlich werden auch Fotos und wahrscheinlich Videoaufnahmen folgen - als Anreiz für Slayer, auch mal hier zu spielen. Als Geschmacksprobe hier nun das *offizielle* Video von CLT mit dem Song "Domino Sparrow".

Rock on!


24.8.09 02:28


Naslovna u kraljevstvu, epizoda dva

Ich gebe zu, es ist bereits Donnerstag und ich bin drei Tage mit dem zweiten Teil des doch recht beliebten Reiseberichts in Verzug - aber das lag wohl daran dass ich hier einen riesen Haufen Scheisse Bilder zu sortieren hatte und habe und ich mein Gedächtnis bei einem kühlen Bier auffrischen musste.
Nichtsdestotrotz hier nun der zweite Teil der Chronik in der Heimat:

Mittwoch

Jaha, Mittwoch vormittags habe ich mir Zeit genommen den ersten Teil dieses Berichts zu schreiben. Meine Eltern dagegen waren schon in der Frühe unterwegs, denn jeden Mittwoch ist in Cakovec ein Markt alter Schule, an dem nahezu jeder hauptberufliche Bauer seine Waren feilbietet - eine hierzulande seltene Praxis. Auf dem Weg zurück um die Zutaten für die Pizza die mein Vater backen wollte (Mmh, wer sie kennt weiß was ich meine..) wurden diese natürlich von Freunden in Cafe's aufgehalten, denn wie bereits erwähnt wird Freundschaft hier nahezu immer zelebiert - vor allem wenn man sich länger nicht gesehen hat.
Am frühen Nachmittag bin ich mit meiner Mutter und Suzanna nach Cakovec aufgebrochen um mir eine Motika zu kaufen. Für alle die es nicht wissen: Eine Motika ist eine Art Hacke, aber von der Qualität her um einiges besser als der Schund, der hier in den Supermärkten angeboten wird. Da wir dann aber schonmal in der Stadt waren sind wir noch kurz etwas trinken gewesen - für mich mentale Vorbereitung auf das Fußballspiel, das an diesem Abend stattfinden sollte: Kroatien gegen Weißrussland. Geguckt habe ich das Spiel bei meinem Großonkel mit seinen Söhnen, aber an Möglichkeiten hätte es unbegrenzt viele gegeben, denn Foppes zählt hier zu den Nationalsportarten und ist sehr beliebt. Diesem Umstand ist es zu verdanken dass man daher beinahe überall Fußball gucken gehen kann (denn es tut ja eh jeder): Beim Nachbarn, bei Freunden, in Café's, in Kneipen, in Restaurants - und wenn ich es nicht besser wüsste würde ich auch vermuten in der Kirche und im Supermarkt.
Nach dem Spiel, dass natürlich souverän aber mit bedenklich schlechter Abwehr gewonnen wurde (3:1) bin ich auch sogleich schlafen gegangen, denn bei so einem Ereignis wird nicht nur ein Bier getrunken..

Donnerstag

Donnerstag morgens war die erste Station abermals Cakovec da wir noch Zutaten für's Essen brauchten und Blumen für den Friedhof holen wollten - damit verbunden weniger Zeitdruck wie etwa am Tag zuvor.
Die Stadt selbst ist sehr weitläufig, die Fußgängerzone ist relativ großzügig und modern - allerdings ohne den südländischen Charme zu verspielen. Diese Größe bewirkt übrigens auch den Eindruck, in einer größeren Stadt ausnahmsweise mal nicht von Werbung überrollt zu werden - und im Gegensatz zu vergleichbaren deutschen Städten ist Cakovec auch sehr sauber.


Ebenso stark fällt allerdings auch auf, das man nur eine Straße weiter gehen muss um sehr alte oder kaputte Gebäude zu sehen oder auf den Markt zu gelangen - der Kontrast zwischen Neu und Alt ist in allen kroatischen Städten sehr stark - am stärksten in denen, die leider den Krieg gesehen haben.


Der Nationalstolz und die Heldenverehrung finden natürlich auch hier ihren Platz, sodass neben kroatischen und medimurja(murländischen) Flaggen natürlich auch Denkmäler und Statuen von Helden stehen. Die Identifikation mit dem Heimatland ist natürlich kein Geheimnis, aber wenige Ausländer wissen dass sich die Menschen hier auch unmittelbar mit ihrer Region verbunden fühlen - bei uns würden sich wenige als "Kreis Neusser" sehen.



Am Ende unserer Tour waren wir dann in einem Fischrestaurant essen - und die Preise lassen sich sehen: Oslic, Haifisch (für mich) und Makrelen: Keine 30€. Dazu noch direkt frisch vom Meer, was hierzulande im Rheinland eher unüblich ist. Allerdings hat die Finanz- und Wirtschaftskrise und der Aufschwung vorher nebst Rationalisierung auch Kroatien erreicht - selbst geschnittene Pommes Frites bekommt man hier nicht mehr. Damn.
Alles in allem gestaltet sich Cakovec als sehr sympathische, schöne und weitläufige Stadt mit starken Gegensätzen zwischen Moderne und Altbauten sowie der typisch kroatischen Prise Nationalstolz.
Übrigens: Warum darf man in Banken keine Waffen mitbringen ?


Nach dem Trip durch die Stadt galt es einen Zwischenstop bei Blazenka einzulegen, einer Cousine meiner Oma. Neben ein paar lustigen Anekdoten wurden wir natürlich wieder gastfreundlich mit allerlei Kram beladen, darunter zwei volle Tüten mit Paprika. Bei vielen Menschen ist es hier wirklich so, dass diese egal wie arm sie sind ihr letztes Hemd für einen geben würden - was aber nicht heisst dass in diesem Land keine Wichser Menschen rumlaufen die nicht so denken.



Dem Intermezzo folgend war der nächste Aufenthalt der Friedhof, bei dem ich von meinem Großvater sowie meinen Urgroßeltern Abschied nahm. Aus Respekt vor den Toten habe ich davon allerdings keine Fotos gemacht.

Nach dem Mittagessen, welches ich natürlich gekocht hatte (leckere Spaghetti Bolognese nach meinem Rezept) ging es auch gleich weiter mit den Besuchen bei Freunden, zunächst war Dragen an der Reihe. Dieser besitzt ein echt schönes Haus mit super Ausblick - wenn es denn fertig wird. In Kroatien ist es üblich, keinen Kredit aufzunehmen um ein Haus zu bauen sondern immer nur so weit zu bauen, bis man kein Geld mehr hat. Solange wohnt man entweder bei den Eltern oder im Rohbau - hat aber am Ende ein Haus und ist schuldenfrei. Diese Einstellung ist auch ein Grund dafür, dass der Bau locker fünf bis zehn Jahre dauert, die Häuser dann aber im Endeffekt richtig klasse aussehen. Die Fotos der Landschaft hinter seinem Haus habe ich übrigens aus dem Turm seines Hauses gemacht, auf die Frage warum er einen Turm gebaut hat antwortete er mir nur: "Wenn der Krieg wiederkommt kann ich alle abschießen."


Nächster Stop nach einigen Stunden Aufenthalt waren wiedermals Marijan und Tanja mit ihrem Nobelrestaurant in dem wir den Rest des Abends bei..sagen wir mal viel Wein verbrachten. Ich lernte dort auch ihren 11jährigen Sohn Vran kennen - welcher fließend englisch sprechen konnte. Am Ende war er mir sogar überlegen was das Sprechen anging - der kleine Mann mit dem Hammer meldete sich nämlich, darum gibt's jetzt hier auch keine Fotos (aus Kroatien). Betrunkene wackeln nämlich immer so schrecklich mit den Kamera's.

Freitag

Am Freitag ging es etwas zunächst etwas gemütlicher zu, auf dem Plan stand der Besuch und gleichzeitige Verabschiedung von Tonek, Zlatko und Rajka auf dem Plan. Zwischendurch hat jedoch Thomas, mittlerer Sohn Jojors die Initiative ergriffen und ein überaus köstliches Gulasch gezaubert, an dem er lockere 4, 5 Stunden gekocht hat. Wie lecker das war muss ich wahrscheinlich nicht erwähnen..
Bei dem Besuch Rajkas und ihrer Familie waren diese zwar bei der Arbeit, aber wenn Freunde auftauchen wird die Arbeit sowieso eingestellt. Da sich der Abend aber dann doch unerwartet etwas länger zog wurden wir bei Rajka flugs zum Abendessen eingeladen -  einheimischer Schinken und Schmalz inklusive. Auch wenn mir selbst Schmalz nicht so mundet wie manch anderem muss ich gestehen dass es sehr lecker geschmeckt hat. Auch an diesem Tag gab es natürlich Alkohol in Form von Bier und Wein. Hab ich bereits erwähnt im Paradies zu sein ?..


Samstag

Samstag war der letzte vollständige Tag der Reise, und wir gingen es erstmal ruhig an. Gegessen wurde natürlich wieder von dem 10 Liter Gulasch-Topf; Danach ging es bereits gegen Mittag zum Fussballturnier und Fest bei Amnica. Amnica ist einer der vielen kleinen Tante-Emma-Läden, denn kleine Läden wie etwa ein Kiosk existieren wenn überhaupt vereinzelt in den größeren Städten wie Varazdin oder Cakovec - Supermärkte sind relativ unbeliebt und werden nur genutzt wenn eine bestimmte Ware in den kleinen Läden nicht angeboten wird. Diese allerdings haben viele Nahrungsmittel und derlei, man könnte es als großes erweitertes Kiosk bezeichnen. Die Menschen hier gehen allerdings nicht zu solchen Läden um ihre Waren zu kaufen, sondern um sich dort zu treffen und mit den Menschen zu quatschen - eine Tatsache die ich in Deutschland wirklich vermisse. Hinzu kommt das Faktum das die Läden wirklich in jedem Dorf existieren, die Einwohner sich kennen und deswegen gerne bei diesen Läden einkaufen.
Beim Fussballfest selbst wurde natürlich viel getrunken, angetreten sind insgesamt 6 Mannschaften von je 6-12 Leuten die sich alle über ihre Straße organisiert haben. Anders als in Deutschland identifiziert man sich hier zusätzlich noch mit dem "Hügel" oder der Straße in der man wohnt, begünstigt durch die relativ großen Grundstücke und die hügelige Landschaft.
Zwar ist der Profi-Sport bezüglich Fussball hier sehr populär, aber nichtsdestotrotz gibt es hier alljährlich dieses Fussballturnier wo wirklich keine Altersgrenze gesetzt ist - von 14-40 war hier alles vertreten. Leider wurde die Mannschaft die ich unterstützte nicht Sieger des Turniers aber der zweite Platz war locker drin.




Natürlicherweise wurden die Mannschaft und die Fans super versorgt - war dein Glas Wein leer wurde dir sofort neuer eingeschenkt, war dein Glas noch voll wurdest du aufgefordert anzustoßen oder leerzutrinken.
Nach dem Turnier gab es eine Feier, Live-Musik mit traditionellem Gesang und Tanz inklusive. Herausreden konnte man sich beim Tanz nicht, ich wurde einfach reingezogen und hab erstmal 20 Minuten mitgetanzt. Als Teil des zweiten Siegers wurde rundherum der Pokal gereicht aus dem man Wein trinken musste.
Für mich war die Party wegen meiner Mitfahrgelegenheit gegen 11 Uhr Abends bereits zuende, aber das war für mich nicht weiter schlimm weil sich mal wieder der kleine Mann mit dem Hammer ankündigte. Eine Party hätte nicht besser sein können als das, was an diesem Abend hier stattfand. Der Kreis der in dem Video zu sehen ist war übrigens die "kleine Runde", vorher tanzten ungefähr locker 40 Leute mit.


Sonntag - Tag der Abreise

Sonntags war es insgesamt relativ ruhig, es wurde gegrillt und wir wollten relativ früh fahren. Gegrillt wird hier übrigens oft mit einer Art Ofen, auf dem eine Metallschale liegt die erhitzt wird und das Fleisch darauf gart - lecker!


Dennoch musste ich nochmal in einem Supermarkt vorbeischauen um mir einen Kasten Bier zu holen, wobei mir zwei Dinge auffielen:
Erstens war das Verhältnis zwischen Gottesdienst und Supermarkt selbsterklärend, denn in der hiesigen Dorfkirche waren ungefähr 80 Leute - im Supermarkt dagegen maximal 80 Leute aus dem Umkreis von Cakovec.
Zweiteres war dann die ungewöhnliche Markierung der Waren, denn an allen Waren die aus dem Inland stammen waren Etikettierungen die darauf hinwiesen. Eine Praxis, die ich zwar gutheiße, die EU aus "wettbewerbsrechtlichen Gründen" jedoch nicht. Für mich ist es immer eine gute Sache Waren zu kaufen, die zumindest  im Inland produziert werden und Lohndumping von anderen Ländern zu unterbinden.

Obwohl wir abreisen wollten wurden wir natürlich aufgehalten. Auf der einen Seite waren Jojor, der uns zu überreden versuchte noch eine Woche zu bleiben, auf der anderen Seite ein Jugendfreund meiner Mutter namens Mladen, der androhte uns zuzuparken damit wir nicht wegkönnen. Auf die Antwort meiner Mutter, dass er hier niemanden zuparkt entgegnete er uns halt in das Auto reinzufahren damit wir bleiben müssen. Hauptsächlich spielte dieser allerdings Akkordeon und sang, was sich als wirklich rührend erwies. Trotzdem fuhren wir gegen Mittag nach Hause - vorher allerdings fotografierte ich noch etwas anderes: Ein Nummernschild. Das kroatische Wappen prangt in diesem Land wirklich überall: Auf Feuerzeugen, auf Kirchendächern, in jedem Laden den man betritt und halt auch auf Nummernschildern. Das nenne ich mal Identifikation!


Fazit

Ich hoffe ich konnte euch mein Heimatland etwas näherbringen, ich selbst sehe mit gemischten Gefühlen der Zukunft entgegen. Die EU wird viele Dinge verschlimmbessern, wie etwa das Verbot der Markierung einheimischer Waren, das Verbot des "Schwarzbrennens" von Schnaps und der noch stärker boomende Tourismus. Es tut mir in der Seele weh zu sehen, wie ehemals natürliche Kies- und Steinstrände zugunsten der Touristen zubetoniert werden damit dicke Deutsche und Engländer sich nicht an den Steinen pieksen, nur damit das Land für diese Menschen "attraktiver" wird. Auch das eventuelle Schwinden der eigentümlichen Stadtbilder besorgt mir Kopfschmerzen, andererseits jedoch finde ich es super, wie gut hier alte Bauten restauriert und die Eigenheiten beibehalten werden, die wir hier in Deutschland schon lange nicht mehr inne haben. Zwischen Alkohol und den Anekdoten verbuche ich diese Reise als kräftiges Plus auf meinem Erfahrungskonto und werde sicherlich wiederkommen, um hoffentlich zu sehen das meine Befürchtungen nichtig waren.
Eine Anekdote zum Schluss:
An einem Tag der letzten Woche sind wir zusammen durch die Dörfer gebraust, nach einer Kurve war ein Polizeiwagen zu sehen woraufhin mein Vater tüchtig auf die Bremse trat um das Tempo senken. Was er nicht, ich allerdings schon bemerkte war, dass der Wagen zwei Insassen hatte: Zwei uniformierte Kartons - die Polizisten hatten einfach Lust gehabt in der örtlichen Kneipe vorbeizuschauen und die Autofahrer bloß mit ihrer vorgetäuschten Präsenz zum "normalen" Fahren zu zwingen.

Falls Fragen offen sein sollten - kommentiert den Eintrag!
Doviđenja

19.8.09 15:35


Naslovna u kraljevstvu, epizoda jedan

Hey Folks,
wie versprochen schreibe ich nun endlich den ersten Teil meiner Odysee in der Heimat.

Samstag
Wie bereits geschrieben sind wir innerhalb von 12 Stunden hier angekommen am Samstag in der früh - das erste was mir beim Grenzübergang von Slowenien nach Kroatien einfiel war die Eingebung, dass die EU hier noch nicht angekommen ist. Die Grenze bildete an dieser Stelle ein Fluß: Während die eine Seite relativ "normal" aussah, lieferte die kroatische Seite den Eindruck, man wäre im tiefsten Balkan. Nachdem wir bei meinem Großonkel Jojor Kemec untergekommen und ich einige Stunden geschlafen hatte ging es auch gleich los - man musste natürlich die Verwandtschaft begrüßen, denn das gehört hier zum guten Ton und ist eine Selbstverständlichkeit.
Erster Stop bildete dabei eine Freundin meiner Oma, Mira, was auch sogleich die erste Runde Schnaps und Wein bedeutete. Von ihrem Haus aus konnte man einen sehr großen Teil der Landschaft überblicken, denn hier in der Region bei Cakovec, genannt "Gespanschaft Međimurje", ist man umgeben von Wäldern, Tälern und Hochebenen.


Diese Region liegt im äußersten Norden Kroatiens und grenzt an Slowenien und Ungarn, die hier gebauten Autobahnen führen direkt zur Hauptstadt und damit zum Knotenpunkt, von welchem man problemlos durch das Land reisen kann.
Ein paar Schnäpse und Gespräche später finden wir uns bei Zlatko ein, einem sehr guten Freund der Familie - das tollste dabei ist allerdings das direkt neben seinem Haus das Geburtshaus meiner prababa(Urgroßmutter) ist und daneben sogar noch das Haus meiner Urgroßeltern steht. Und die zweite Runde Schnaps und Wein angesagt war. Dominic im Paradies!


Wieder ein paar Schnäpse später (das Alkoholtraining macht sich langsam bezahlt) fuhren wir sogleich zu Rajka und ihren Kindern Viktor und Thea, denen eine Edelwinzerei in dieser Region gehört - edler Ausblick über die Landschaft inklusive. Jeder der hier auf dem Land lebt ist zumindest hobbymäßig Bauer, viele haben daneben einen praktischen handwerklichen Beruf erlernt - denn hier ist es nützlich so etwas zu können. Wie dem auch sei: Natürlich haben wir in der Winzerei erstmal eine Weinprobe hinter uns gebracht. Runde drei dürfte dies sein..



Natürlicherweise wird hier oft getrunken, was hier aber auch irgendwie zum Land und zu den Leuten passt. Gesoffen wird hier relativ selten, Schützenfeste und ähnliche Gelage gibt es Gott sei Dank nicht - dafür wird aber oft getrunken wenn einen Freunde und Familie besuchen und wenn man natürlich etwas zu feiern hat - dazu aber später mehr.
Übrigens: Auch wenn man hier zu Fuß geht und besoffen ist kann man hier seinen Führerschein verlieren.

Zurück zum Feiern: Nachdem wir wieder zuhause waren gab es natürlich etwas zu feiern - ein paar Jäger hatten nämlich etwas Wild in einem nahen Wald erlegt und sowas wird sofort zelebriert. Eingeladen war jeder und sodann wurde mitten im Wald Wildgulasch serviert, bestehend aus Hirsch, Reh und (Wild-)Schwein. Zeitgleich war es die 101jährige Bestehensfeier des Brunnens von Pleskovec, weswegen relativ viele Leute kamen und feierten. Ritual war es, als erstes vom Brunnenwasser zu trinken, denn die Brunnen haben hier eine sehr große Bedeutung. Als es noch kein fließend Wasser gab musste die Menschen und Anwohner immer tief in den Wald um sich dort das Wasser zu besorgen dass sie brauchten - und das is noch gar nicht solange her. Später kam sogar die Polizei, denn privates Jagen ist neuerdings wegen dem baldigen EU Beitritt verboten - im Endeffekt haben diese dann aber einfach mitgefeiert und auf das Recht geschissen. Ich habe übrigens sogar noch zwei Lieder hochgeladen, die hier gesungen wurden. Nach der ausgelassenen Feier sind wir wieder nach Hause und haben uns erstmal richtig ausgeschlafen - von 22 bis 6 Uhr morgens.




Sonntag

Am Sonntag ging es direkt in der früh mit der Familie los - man wollte das Meer sehen. Ich bin deswegen als Fahrer mal eben so 270 Kilometer über die Autobahn bis nach Rijeka und Opatije gebrettert - einen schöneren Geruch als den des Meeres gibt es nicht. Opatije selbst liegt bereits in Istrien, der kroatischen Halbinsel die früher der Donau-Monarchie Österreich-Ungarn angehörte. Daneben gibt es noch, bedingt durch die Nähe auch noch einen starken italienischen Einfluß, welcher sich nicht nur auf das Stadtbild sondern auch auf die Fahrweise der Autos auszuwirken scheint: Gehupt wird auch bei roten Ampeln. Eigentlich wird hier immer gehupt: Wenn man nicht weiterkommt, wenn man jemanden wiedererkennt, wenn man Lust dazu hat, wenn man gute Laune hat, wenn man sauer ist - also wirklich immer. Aber erstmal ein paar Bilder von der Innenstadt und Adria:


Nach dem Schwimmen im Meer haben wir uns noch etwas die Stadt angesehen, darunter besucht wurden der Angelino Park - ein Park dessen Pflanzen größtenteils von Seefahrern eingeschleppt und gepflanzt wurden - darunter auch amerikanische Tannen und allerlei exotisches Gewächs. Den Zugang zum Meer fanden anscheinend auch damals die Österreicher schön, in der größten Villa (mit der dünnsten Treppe) von Opatije findet man Pläne für eine Art Beach-Ressort, das den gesamten Küstenstreifen abdecken sollte.


Das erste Gebäude dagegen war eine kleine Abtei, aus der sich letztendlich die ganze Stadt nebst Walk of Fame der Kroaten entwickelt hat. Zeitweise kam mir die Stadt vor wie eine Mischung aus Las Vegas, Balkan und Italien. Fotografiert habe ich übriges den Stern von Nikola Tesla, einem kroatischen Physiker der eine große Rolle bei der Entwicklung des Wechselstroms inne hatte.


Die 300 km Meter zurück ist dann mein Vader gefahren, ich war kaputt vom ständigen Schwimmen und hatte auch lieber Lust Bilder von der Landschaft zu machen - wobei mir das schwindende Sonnenlicht einen Strich durch die Rechnung machte und ich nicht viel fotografieren konnte.


Montag

Montag machte sich meine Tante nebst Anhang wieder auf den Weg nach Deutschland - daher gibt es hier nicht viel was ich euch schreiben könnte, abgesehen vielleicht von dem Bier als Frühstück. Vorteil: Ich konnte endlich mal richtig ausschlafen. Bis mich die Kinder meiner Tante mit ihren ultrahohen Stimmfrequenzen aus dem Bett warfen. Nur gegen Abend war es wieder interessant, da ich dann mit meinen Eltern im Medimurski Dvora essen war - einem Restaurant für die kroatische Oberschicht. Die Preise waren lagen zwischen 12 und 25 Euro - für Deutsche mäßig happig, aber hier durch die geringeren Löhne ein kleines Vermögen. Dieses Restaurant gehört sehr guten Freunden meiner Eltern - deswegen gibt es die nächsten Tage vielleicht sogar noch mehr Bilder, vorab allerdings das, was ich gegessen habe:


Dienstag

Am Dienstag habe ich das komplette Gegenteil kennenlernen dürfen, denn Mittagessen war ich in einer Art öffentlichen Kantine  für die arbeitenden Genossen in Cakovec. Die Preise lagen zwischen 2-4 Euronen und bis auf zwei bis drei Ausnahmen sah hier jeder der in diesem Lokal saß aus wie ein Bär. Danach ging es nach Vuckovcek, einer riesigen Freibadanlage mit Thermalbad, Innen- sowie Außenanlagen, in der ich mich von 12 Uhr bis 18 Uhr aufhielt, danach habe ich kurz mit meiner Mutter Toncek besucht, einen Nachbar aus ihrer Kindheit/Jugend. Er war sichtlich den Tränen nahe aus Freude, meine Mutter wiederzusehen - denn Familie und Freunde sind in diesem Land das wichigste was man haben kann. Sicher ist das in Deutschland auch wichtig - aber hier ist der Stellenwert für so etwas nunmal höher - wer hier Freunde hat oder Leute kennt weiß das.
Abends bin ich dann selbstständig noch Thea besuchen gefahren, weil ich sie seit meiner Kindheit kannte und mit ihr plaudern wollte, und selbst um 21 Uhr empfängt man hier noch im Dorf Gäste. Versucht das mal in Deutschland in der Provinz.

Was die nächsten 4,5 Tage passiert werde ich wahrscheinlich am Montag für euch schreiben und verabschiede mich damit erst einmal. Ich hoffe ihr hattet Spaß meinen kleinen Reisebericht zu lesen, ich werd jetzt gleich erstmal Fußball gucken - denn heute spielt Kroatien gegen Weißrussland.

Doviđenja Drugovi

 

12.8.09 15:12


New Game, Viking Difficulty

Hey Dudes,

ich hab bereits länger nichts geschrieben, ich weiß - aber dies wird sich in den nächsten Tagen stark ändern. Ich bin dabei diesen Blog bezüglich der Kategorien, Links und Einträge stark zu editieren und zu verändern um dann wieder öfter bloggen zu können. Dies ist leider Gottes nicht früher passiert weil ich (Achtung: Ausredenalarm) nach der Klausurphase erstmal kräftig ne Woche in Hessen war, wonach ich ne Woche kräftig gesoffen hab um jetzt kräftig in Kroatien abzuhängen. Und das Lebertraining hat sich bezahlt gemacht - noch halte ich gut durch (Achtung: Saufmarathon). Nach ner 12 Stunden Fahrt bin ich endlich heute morgen um 7 hier angekommen, hab drei Stunden geschlafen und bis gerade eben meine Verwandten belästigt. Anders als in Deutschland bekommt man bei wirklich jedem Besuch eines Verwandten mindestens eine Flasche Wein - naja und da einem meiner Onkelsirgendwas-Verwandtschaft ne Winzerei gehört..bin ich auch kräftig dabei meine Hirnzellen zu vergewaltigen. Näheres dazu werde ich wahrscheinlich übermorgen schreiben und euch auch kräftig mit Bildmaterial versorgen - denn morgen geht's erstmal an die Adria für ein paar Stunden, die Seele im Meer baumeln lassen und den Verstand mit Alkohol ertränken.

Bis dahin: Živjeli!

8.8.09 22:44


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