Startseite
    Alltag
    Camera Obscura
    Game Reviews
    How to..
    Medien
    Nostalgic Reviews: SNES
    Paradoxum
    WTF? der Woche
  Über...
  Archiv
  Hall of Fame
  Hall of Lame
  Link-Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   Angry Nintendo Nerd
   Antistaat-Blog
   Benni's Bl0g
   Benni's Twitt0r
   Chilli!
   Chili's Twitt0r
   Fern-Gesehen
   Fernsehkritik!
Letztes Feedback

http://myblog.de/kroatenkoenig

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Rest in Peace

Skin head
Dead head
Everybody
Gone bad
Situation
Aggravation
Everybody
Allegation
In the suite
On the news
Everybody
Dog food
Bang bang
Shot dead
Everybody's
Gone mad

All I wanna say is that
They don't really care about us
All I wanna say is that
They don't really care about us

Beat me
Hate me
You can never
Break me
Will me
Thrill me
You can never
Kill me
Do me
Sue me
Everybody
Do me
Kick me
Strike me
Don't you
Black or white me

All I wanna say is that
They don't really care about us
All I wanna say is that
They don't really care about us

Tell me what has become of my life
I have a wife and two children who love me
I'm a victim of police brutality, now
I'm tired of bein' the victim of hate,
Your rapin' me of my pride
Oh for God's sake
I look to heaven to fulfill its prophecy...
Set me free

Skin head
Dead head
Everybody
Gone bad
Trepidation
Speculation
Everybody
Allegation
In the suite
On the news
Everybody
Dog food
Black man
Black mail
Throw the brother
In jail

All I wanna say is that
They don't really care about us
All I wanna say is that
They don't really care about us

Tell me what has become of my rights
Am I invisible 'cause you ignore me?
Your proclamation promised me free liberty, now.
I'm tired of bein' the victim of shame
They're throwin' me in a class with a bad name
I can't believe this is the land from which I came
You know I really do hate to say it
The government don't wanna see
But if Roosevelt was livin'
He wouldn't let this be, no no.

Skinhead
Deadhead
Everybody
Gone bad
Situation
Speculation
Everybody
Litigation
Beat me
Bash me
You can never
Trash me
Hit me
Kick me
You can never
Get me

All I wanna say is that
They don't really care about us
All I wanna say is that
They don't really care about us

Some things in life they just don't wanna see
But if Martin Luther was livin'
He wouldn't let this be

Skinhead
Deadhead
Everybody's
Gone bad
Situation
Segregation
Everybody
Allegation
In the suite
On the news
Everybody
Dog food
Kick me
Hike me
Don't you
Wrong or right me

All I wanna say is that
They don't really care about us
All I wanna say is that
They don't really care about us
All I wanna say is that
They don't really care about us
All I wanna say is that
They don't really care about
All I wanna say is that
They don't really care about
All I wanna say is that
They don't really care about us

Obwohl ich nie ein großer Michael Jackson Fan war, muss ich gestehen dass mir sein Tod sehr nahe geht.
Ein Salute an dieser Stelle an den einzigen Menschen, der Pop-Songs für mich nicht nur erträglich, sondern wirklich hörbar gemacht hat!
Wenn man Leute nach dem besten Song von Michael Jackson fragt, wird man als meiste Antwort wahrscheinlich Thriller oder Beat It hören.. Meiner Meinung nach ist sein bester Song allerdings dieser:


Nachtrag:
Wer zu dem Medienkasperltheater was interessantes lesen möchte, sei auf diesen SPIEGEL-Artikel verwiesen, wo sich ein Author mal schön über die Berichterstattung sämtlicher Sender auskotzt.
Zitat:

"Ganz nebenbei wurde da auch ein wichtiger Aspekt bei dem tragischen Abstieg Michael Jacksons deutlich: Wer solche Freunde hat, braucht natürlich keine Feinde mehr. Der Mann lag noch nicht auf dem Obduktionstisch des Gerichtsmediziners, da weideten ihn angeblich ganz nahestehende Personen psychoanalytisch vor den RTL-Kameras aus."

Word!

26.6.09 01:02


Wann kommen wohl die nächsten Notverordungen ?..

Hi Folks


Das Gesetz zur Sperrung von Internetseiten die auf einer ominösen Liste sind die nur vom BKA kontrolliert wird und deren gesetzlicher Vorwand die Kinderpornographie war, ist nun also durch. Mit 389 gegen 128 Stimmen wurde das Gesetz verabschiedet, trotz der größten Online-Petition die jemals gestartet wurde. Das Deutschland jetzt also zu den Ländern gehört, die die Menschenrechte mit Füßen treten und das Wort "Bürgerrecht" wahrscheinlich nicht einmal kennen, macht mich wirklich traurig.

Um das noch einmal kurz zu erläutern: Es gibt keine Kontrollinstanz die das BKA hindert, die Liste zu verändern, welche die Seiten umfasst die in Deutschland zensiert werden. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, denn dieses Gesetz wurde alleine mit dem Vorwand des Verbots der Kinderpornographie durchgewunken. Frei nach dem Motto "Wer gegen das Gesetz etwas hat fickt Kinder" wurde hier eine Propaganda betrieben, bei der Joseph Goebbels Tränen hätte vergießen müssen.

Abgesehen davon, dass dieses Gesetz nur die Symptome von Kinderpornographie bekämpft und deswegen vollkommen wirkungslos ist, wurde vor allem von Datenschützern vor der Sperrung anderer Inhalte gewarnt.
Und jetzt ratet mal was ich gestern lesen durfte:

Kölner Stadt-Anzeiger: Auch Killerspiele sperren

18.06.2009 – 21:20 Uhr, Kölner Stadt-Anzeiger

   Köln (ots) - Der CDU-Bundestagsabgeordnete und
baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl will über
die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet hinausgehen und
hat auch die Sperrung von Killerspielen ins Gespräch gebracht. "Wir
prüfen das ernsthaft", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Freitag-Ausgabe). "Wir gehen nach Winnenden nicht zur Tagesordnung
über. Wenn es einen Nachweis gibt, dass sich Killerspiele negativ auf
das Verhalten Jugendlicher auswirken, dann kann das Internet kein
rechtsfreier Raum sein."

Danke, Herr Schäuble!
Danke an alle, die jene Petition nicht mitgezeichnet haben.
"Selbst im Rollstuhl kann man anscheinend Menschenrechte noch mit Füßen treten."

 

Nachtrag:
Guckt mal was ich schönes bei YouPornTube gefunden habe..


 

19.6.09 15:38


Generation Jump

 Word!

16.5.09 00:20


Die Wahrheit über die Lüge der Politikverdrossenheit

Der Text ist geschrieben von Christian Schmidt, veröffentlicht auf Klopfers Web.

 

Der Klageruf von Politikern, Medien und älteren Mitbürgern ist ein Dauerbrenner: „Die Jugend interessiert sich ja nicht für Politik!“ Dieser Stoßseufzer ist wohl eher von Überheblichkeit und Ignoranz motiviert als von ehrlicher Sorge um das Politikverständnis unserer Jugend – das Gerede von der Politikverdrossenheit soll wohl ausdrücken: „Wenn die Jugend sich für Politik interessieren würde, dann wäre sie nicht so oft anderer Meinung – WIR sind ja schließlich viel informierter und haben deswegen die richtige Überzeugung.“

Meine Erfahrung als Webmaster einer vornehmlich von Jugendlichen besuchten Website ist vollkommen anders. Jugendliche sind sehr an Politik interessiert. Sie beobachten aufmerksam, was passiert, und wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, ungezwungen Fragen zu stellen, so nehmen sie diese Möglichkeit dankbar an, um politische Sachverhalte, Probleme und Konflikte besser verstehen zu können. Im Vergleich zu Menschen, für die das Berufsleben zu einem alltäglichen Trott geworden ist, besitzen Jugendliche noch eine gesunde Skepsis, und wenngleich diese Skepsis gelegentlich in Verschwörungstheorien ausufert, so ist das Hinterfragen der Motive und Handlungen unserer politischen Elite doch ein Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft. Die jugendliche Politikverdrossenheit ist ein Mythos.

Kein Mythos ist aber die jugendliche Verdrossenheit gegenüber Politikern. Und von ihrem Standpunkt aus könnte nichts verständlicher sein als das. Kinder und Jugendliche werden von der Politik gerne als Thema missbraucht, und oft ist der Hinweis auf den Schutz der Kinder ein Mittel, Kritik an umstrittenen politischen Vorhaben zu diskreditieren. Doch kaum ein Politiker macht sich die Mühe, die Kinder und Jugendlichen tatsächlich als Menschen mit eigenen Ansichten, Vorstellungen und Erwartungen an die Zukunft zu sehen. Viel häufiger bekommen Jugendliche den Eindruck, dass ihnen die Politiker nicht über den Weg trauen.

Das konnte man beim Massenmord von Winnenden gut beobachten: Schon am selben Tag flammte die Diskussion über „Killerspiele“ auf, die für Millionen Jugendliche eine harmlose Freizeitbeschäftigung sind, deren Schilderung in der Medienberichterstattung der nichtinformierten Öffentlichkeit aber nur den Eindruck vermitteln konnte, dass diese Computerspiele binnen weniger Wochen aus gesunden, ausgeglichenen Kindern emotional abgestumpfte Killermaschinen machen würden.

Anfang April erschoss ein Sechzigjähriger seine Schwägerin in einem Landshuter Gerichtssaal und tötete sich dann selbst. Hier suchten weder Medien noch die Politik schnelle Antworten im Medienkonsum des Täters. Als aber wenige Tage später eine Familie in Baden-Württemberg erschossen aufgefunden wurde und der 18-jährige Sohn und sein Freund als dringend Tatverdächtige festgenommen wurden, konnte sich N24 den Hinweis nicht verkneifen, dass die Polizei den Computer des Sohnes beschlagnahmt habe und noch nicht bekannt sei, ob Gewaltspiele auf dem Rechner wären. Das war keine Nachricht – jemand gab sich die Mühe zu betonen, etwas nicht zu wissen, aber auf eine Weise, die eine Verbindung zwischen der Tat und Computerspielen implizierte. Mit Journalismus hat das nichts zu tun.

Für Jugendliche ist die Aussage der Medien daher klar: Wenn Erwachsene durchdrehen, ist das eine durch psychische Probleme begründete Tragödie, die sich leider nicht vermeiden ließ. Wenn Jugendliche durchdrehen, dann stehen Computerspiele dahinter, die man verbieten müsste. Die Möglichkeit, dass auch Jugendliche begründeten psychischen Stress erleiden könnten, der labile Personen zu Gewalttaten treiben könnte, wird in der öffentlichen Diskussion gerne von der Debatte um Killerspielverbote überlagert. Jugendliche können sich so nicht ernst genommen fühlen. Dass in Deutschland das schärfste Jugendschutzrecht der Welt gilt, trägt ebenfalls nicht zur Vertrauensbildung bei – anscheinend traut man im Rest der Welt Eltern und ihren Kindern eher zu, mit dem Medienkonsum verantwortungsvoll umzugehen, ohne dass sich der Staat zu sehr einmischt. Jeder Erwachsene in Deutschland müsste sich kopfschüttelnd fragen, wie er es nur ohne die Zensurbemühungen des Staates geschafft hat, gesund die Volljährigkeit zu erleben, wo doch anscheinend überall Gefahren für die zarte Kinderseele lauern.

Wenn man die Politiker fragte, ob sie denn selbst mal die von ihnen so verachteten Killerspiele gespielt hätten, so wurde schnell klar, dass unsere Volksvertreter nur mit zweifelhaften Informationen aus zweiter oder dritter Hand agierten und sich nie dazu herabgelassen haben, tatsächlich einmal anzuschauen, was da eigentlich verboten werden soll. Der bayerische Innenminister konnte nur so bar jeder Sachkenntnis diese Computerspiele mit Kinderpornografie gleichsetzen – womit er die Computerspieler und Hersteller auf eine Stufe mit Pädophilen und Kinderschändern stellte. Bei der jüngeren Generation bis 30 Jahren, die mit Computerspielen aufwuchs, kann man so keine Popularität erlangen; vielmehr verliert man bei diesen Menschen sämtliche politische Glaubwürdigkeit. Dass Schützenvereine auch beleidigt reagieren würden, wenn man ihre Vereinstätigkeit auf eine Stufe mit dem Vergewaltigen von Kindern stellte, liegt auf der Hand – auf die Befindlichkeiten der jungen Menschen nimmt die Politik hingegen offenbar keine Rücksicht. Dass nicht wenige der Politiker und Bedenkenträger selbst in ihrer Jugend gegen das Unverständnis ihrer Elterngeneration für Rock’n’Roll und freie Liebe aufbegehrten und sich heute wohl nicht mehr daran erinnern können oder wollen, verleiht diesem Konflikt zwischen Jung und Alt eine tragische Ironie.

Eine ähnliche Unbedarftheit zeigt die Politik auch im Umgang mit dem Internet. Unser ehemaliger Bundeswirtschafts- und Technologieminister Michael Glos erzählte von „Leuten, die das Internet für mich bedienen“. Und genauso wird auch Politik mit dem Internet gemacht. Man bekommt nicht den Eindruck, dass diese Leute tatsächlich selbst wüssten, wovon sie reden. Die Junge Union fordert nun mit Rückendeckung der Parteiführung, vor die Registrierung bei Videoseiten wie Youtube eine Ausweisüberprüfung zu stellen, und erweckt in ihrer Begründung den Eindruck, als wenn Youtube ein riesiges Reservoir an Gewaltvideos mit dem einzigen Zweck wäre, sich zu Straftaten zu verabreden. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage ist ähnlich zweifelhaft wie das Gerücht, dass sich viele Jungen im Teenageralter zum Gruppenmasturbieren träfen.

Auch die äußerst fruchtbare Ursula von der Leyen ist zu einem beträchtlichen Teil für die Skepsis der Jugendlichen verantwortlich. Mit ihrer Sperre von Internetseiten wollte sie vorgeblich die Verbreitung von Kinderpornographie behindern, doch Experten bezweifeln nahezu alle Aussagen des Familienministeriums, mit denen diese Sperren gerechtfertigt werden sollen. Von der technischen Wirksamkeit über die fragwürdige Behauptung über eine Kinderpornoindustrie im Netz bis zu der verfassungsrechtlich bedenklichen Aufstellung einer staatlichen Sperrliste für Webseiten ohne Möglichkeit einer unabhängigen Kontrolle: Alle Bedenken werden – teilweise mit persönlichen Angriffen – beiseite gewischt, ohne auf diese Fragen inhaltlich einzugehen. Diese Art des Umgangs mit Kritik und das beharrliche Ignorieren der Expertenmeinungen wirken vermutlich selbst auf Jugendliche erschreckend kindisch – erschreckend nicht zuletzt deswegen, weil die Auswirkungen derartiger Regelungen auf die demokratischen Freiheitsrechte das zukünftige Leben der jungen Menschen in diesem Land beeinflussen. Es geht um ihre Zukunft, doch gestalten dürfen sie sie noch nicht selbst. Dass es nebenbei auch um die Zukunft unseres Landes geht und die Politik eigentlich alles tun sollte, um die Möglichkeiten neuer Medien auszuschöpfen und uns eine faire Chance im internationalen Wettbewerb zu sichern, anstatt ihnen mit Argwohn und Angst zu begegnen, scheint im verkrusteten Denken der Mandatsträger ebenfalls keinen Platz zu haben.

Die Sperre von Internetseiten gehört zu einer langen Reihe von Gesetzesvorhaben, die die Abwehrrechte der Bürger dem Staat gegenüber aushöhlen, insbesondere das Recht der Bürger, den Staat nicht alles wissen zu lassen. Die Speicherung von Verbindungsdaten von Handys und Internetanschlüssen und die Möglichkeit der heimlichen Durchsuchung von PCs durch das Bundeskriminalamt interessieren viele ältere Mitbürger nicht – für sie haben Computer und das Internet tendenziell eher wenig Einzug in ihr Privatleben gehalten. Für die junge Generation der unter 30-Jährigen sieht das ganz anders aus: Das Internet ist ein zentrales Kommunikationsmedium, der PC ein Gerät, in dem man persönliche Gedanken, Fotos und Videos abspeichert. Der Schutz der neuen Technologien vor dem Zugriff des Staates ist für Menschen, die mit diesen Medien aufgewachsen sind, ebenso wichtig für den Erhalt der Privatsphäre wie das Postgeheimnis oder die Unverletzlichkeit der Wohnung.

Das Vertrauen in die Politiker wird weiterhin geschädigt durch den Umgang mit dem Bundesverfassungsgericht, welches immer wieder offen verfassungswidrige Gesetzesvorhaben einkassiert. Als die Karlsruher Richter den Wunsch des Innenministers zunichte machten, entführte Flugzeuge abschießen zu dürfen, und dabei Artikel 1 des Grundgesetzes zitierten, reagierte Wolfgang Schäuble äußerst verschnupft, sprach dem Gericht die Kompetenz ab und kündigte sogar an, die Verfassung notfalls zu ändern – obwohl ihm als Verfassungsminister klar sein sollte, dass Artikel 1 unseres Grundgesetzes eine Ewigkeitsgarantie genießt und überhaupt nicht geändert werden darf. Heutige Jugendliche sind zu jung, um sich an die Verwicklung Schäubles im CDU-Spendenskandal erinnern zu können, aber mit seinem heutigen Verhalten stellt er sich ebenfalls nicht als gesetzestreuer Amtsträger mit ausgeprägtem Pflichtbewusstsein dar, sondern vielmehr als jemand, der dem Staat die Möglichkeit einräumen möchte, zum Wohle des Volkes unschuldige Bürger zu töten.

Und auch Koalitionspartner kommen in der öffentlichen Meinung der Jugendlichen und der meisten Twens nicht gut weg, insbesondere wenn sie wie die SPD bei umstrittenen Gesetzesvorlagen zunächst ihren Widerstand ankündigen und nach wenigen Wochen „mit Bauchschmerzen“ doch zustimmen. Die Ideale zu verraten, für die man angeblich einstehen wollte, sollte eigentlich bei jedem Menschen für Abscheu sorgen.

Nun sollte klar sein, warum die junge Generation nichts von unseren Politikern hält. Die Politiker trauen Jugendlichen nichts zu und verunglimpfen deren Freizeitbeschäftigungen, sie hören nicht auf Leute, die es besser wissen, und sie halten sich nicht an die wichtigsten Gesetze oder an moralische Prinzipien. Man weiß manchmal nicht, ob sie wirklich ahnungslos sind oder einfach nur lügen, um Unsinn anzustellen. Meine Mutter hat mir beigebracht, mit solchen Leuten nicht zu verkehren. Ich glaube, der Jugend geht’s genauso.

 

Sehr lesenswerter Text, der defintiv zum Nachdenken anregt!

- Andy

14.5.09 00:28


Nostalgic Review: Terranigma

Wieder eine neue Kategorie, wieder eine neue Wahnsinnsfahrt, beginnen möchte ich hierbei mit Terranigma. Vorweg möchte ich noch erwähnen, dass ich im Gegensatz zu den Game-Reviews keine spezielle Struktur beibehalten werde, da dass relativ schwer ist bei alten Spielen und ich verdammt faul bin. Mehr als einen Satz zur 16-Bit Grafik zu sagen ist da nun doch eher wie ein Gespräch mit einer Frau..

Terranigma war ein gutes Spiel, vereinte es doch ein gutes Story-Rollenspiel mit ethischen Grundfragen, moralischen Aspekten und einem durchweg guten Level- und Grafikdesign.
Grafisch gesehen war Terranigma für SNES-Zeiten auf der Spitze, was auch daran lag das es eines der letzten Spiele war, die für die SNES entwickelt wurden.
Das actionreiche Kampfsystem war angelehnt an Secret of Mana und Evermore, lediglich das Magiesystem war überaus schlecht weil unnötig und zu "teuer" für den flüssigen Spielablauf. Während man im Nahkampf rumspringen und coole Aktionen und Moves reißen konnte, musste man für die Magie spezielle Ringe oder Medaillons kaufen, die man mit Gold und Kristallen bezahlen musste - wobei Kristalle limitiert waren und man diese erst finden musste. Nichtsdestotrotz war das Spiel sehr flüssig gehalten und durchweg mit einfachen Rätseln versehen, die zwar auf Zelda-Niveau gehalten, aber auch eigentlich in einem Rollenspiel eher unüblich geworden waren.
Spricht man über ein Rollenspiel, assoziiert man damit natürlich sofort so etwas wie Rassen- oder Klassenwahl, verschiedene Kampf- und Handlungsmöglichkeiten - man spielt halt eine Rolle. Verglichen mit Spielen die heutzutage herauskommen, schränkt Terranigma den Spieler bewusst ein: Man spielt eine bestimmte Person und ähnlich wie in der "Gothic"-Reihe kann man sich sein Alter Ego eben nicht aussuchen, womit eindeutig eine gewisse Distanz zwischen Spieler und Charakter geschaffen wird. Unüblich war das zu der Zeit, als das Spiel entwickelt wurde nicht, denn in den Genre-Kollegen wie Secret of Mana 1 (dt.) bzw. Evermore oder Zelda war das üblich - nur das hier dieser Umstand aktiv genutzt wurde um dadurch die Story zu verstärken.
Die Story war sehr komplex für damalige Zeiten und moralisch gesehen sucht Terranigma meiner Meinung nach heute noch seinen Meister. Das Spiel handelt davon, dass die Welt nach dem finalen Kampf zwischen Gut und Böse einfror. Ihr, als Bewohner der sogenannten "Schattenwelt", seid ein Tunichgut und aufgrund eines "Unfalls" frieren sämtliche Bewohner des von der Außenwelt isolierten Dorfes Krysta ein, welches in der "Schattenwelt", also innerhalb der Erde liegt.
(Wer Spoiler vermeiden will sollte jetzt nicht weiterlesen)
Nachdem ihr in der Schattenwelt fünf Türme besucht und dort Prüfungen ablegt, beglückt ihr die Oberwelt nebenbei mit der Erschaffung der Kontinente, welche vor dem finalen Kampf untergegangen waren. Zurück in Krysta habt ihr zwar alle Bewohner durch die Prüfungen erlöst und entfroren, müsst aber auf Anraten eures Mentors an die Oberwelt um diese ebenfalls wieder zu befreien.
And that's where Terranigma just begins..
Die Oberwelt ist karg und leer, sodass eure Aufgabe nun ist die Welt wieder mit Leben zu bevölkern. Nach und nach besucht ihr Dungeons, bei denen ihr mit dem Sieg über den jeweiligen Endgegner nach und nach die Pflanzen, Vögel und Tiere befreit, mit denen ihr auch durchweg sprechen könnt und die euch auf eurer Reise helfen, was für ein Kind durchaus lehrreich sein kann. Das Spiel vermittelt also in diesem Punkt die Schönheit und Bedeutsamkeit von Mutter Natur, ohne kitschig zu werden.
Plot Twist!
Nachdem die Welt also recht heile ist, macht ihr euch auf, die Menschen zu befreien indem ihr den Himalaya erklimmt, wo eine der tragischsten Szenen der Spielgeschichte vorkommt:
Während des Dungeons gibt es eine Lawine, unter der ihr begraben werdet - jedoch nicht alleine: Bei euch ist ein Geißbock, welcher dort mit seinem toten Freund liegt. Als die Nacht hereinbricht bringt dieser euch nahe, sich an ihm zu wärmen und am nächsten Morgen das Fleisch seines Freundes zu essen, da Leben und Sterben ein ewiger Zyklus sind und dieser tote Geißbock euer Überleben zumindest etwas länger hinauszögert. Sodann bemerkt ihr einen Riss in der Felswand, welcher durch die Hörner eures neuen Freundes zu einem Durchgang vergrößert wird. Gerade durch diese Öffnung geschritten, bemerkt ihr das vor euch eine riesige Kristallwand, und was das für euch bedeutet erzählt euch abermals jener Geißbock: Ihr werdet durch eure Kletterklauen hinaufklettern können, der Geißbock allerdings ist zum sterben in dieser Höhle verdammt.
Der Tod gehört eindeutig zum Leben dazu, dass muss ich hier keinem erzählen, aber die Dimension die dieses Spiel damit erreicht ist selten so gut erreicht worden wie hier, denn Kinder spielten dieses Spiel- ungeheuer pädagogisch wertvoll, wie ich finde.
Zurück zur Story: Nachdem ihr die Menschheit befreit habt, fallt ihr in einen tiefen Schlaf, um von jener später in Lhasa aufgeweckt zu werden. Ihr merkt recht schnell dass die Welt sich stark verändert hat, was sich nicht nur dadurch äußert als dass ihr nicht mehr mit Tieren kommunizieren könnt und die Menschen dabei sind, sich die Erde Untertan zu machen. Ihr begleitet die Menschheit nun bei entscheidenden Punkten ihrer Geschichte wie z.b. die Entdeckung Amerikas oder einer Abart der französischen Revolution. Nach und nach entwickelt sich diese weiter, bis ihr abgelenkt werdet durch einen Virus der in Neotokio abgeworfen wird - eine Anspielung auf Hiroshima. Ursache dafür ist ein Wissenschaftler namens Dr. Beruga, der ein Serum entwickelt hat gegen jenen Virus, den er selbst auf die Menschheit loslässt um, ähnlich Hitler, selber zu entscheiden wer leben oder sterben darf. Ihr stellt euch Beruga in Russland, werdet aber niedergestreckt und fallt in einen Schlaf, indem euch euer Dorfältester erklärt dass ihr euer Ziel nun erreicht habt und Beruga's Erscheinen eure eigentliche Mission war. Da ihr nicht nur viele Lebewesen befreit, sondern auch eine Menge Freunde gefunden habt lasst ihr dies nicht auf euch sitzen und folgt der Legende der Mondsteine, welche ihr sammelt um diese am Südpol in einen Schrein zu setzen, woraufhin eine Gestalt erscheint und euch klarmacht, dass ihr der legendäre Held seid, der allerdings aus der Schattenwelt kommt und deswegen nur die dunkle Seite repräsentiert. Diese Gestalt tötet euch, was eine klare Anspielung auf die philosophische Mythologie des Ying und Yang ist, welches den ewigen Kampf zwischen Licht und Schatten darstellt. Als ihr wiedergeboren werdet um als Held des Lichts Beruga zu besiegen,findet ihr heraus dass Beruga selbst ebenfalls nur eine Marionette war. Bei diesem Zwischenshowdown ist das Schicksal eurer Freunde ungeklärt, ihr wisst nicht ob sie überlebt haben und Terranigma setzt den Fokus hier auch ganz klar auf die Tragik zwischenmenschlicher Beziehung bezüglich des Todes von Freunden. Ihr begebt euch in die Schattenwelt zurück, wo ihr dem eigentlich Bösen begegnet: Eurem Vater, dem Teufel. Besiegt ihr diesen ist das Spiel vorbei und die Ober- sowie Unterwelt befreit.
(Hier dürfen Leute ohne Spoilergefahr wieder weiterlesen!)
Rollenspieltechnisch lässt euch Terranigma wenig Handlungsmöglichkeiten, aber diejenigen, die euch gewährt werden sind sehr folgenreich. Es liegt an eurer Stimme beispielsweise, ob ein Dorf an der Loire in Frankreich sich kommunistisch oder kapitalistisch entwickelt, mit allen Vor- und Nachteilen. Es ist ebenfalls an euch zu entscheiden, wie weit sich die Städte der Menschheit entwickelt - ein Nachteil beispielsweise ist, dass eure tierischen Freunde in Zoo's gesteckt werden.
Das Spiel zeigt Kindern ganz klar die tragische Natur des Menschen, benutzt ganz bewusst Argumente die jedes Kind versteht und auf die Kinder auch anspringen und ohne weiteres lernen, wie wichtig die Natur ist und das jede Entscheidung, und sei sie noch so klein wie eine Stimme bei einer Wahl, Folgen hat.
Sicherlich verstehen Kinder nicht die Tiefgründigkeit des Spiels in allen Belangen - aber es regt ganz klar an, Fragen zu stellen - und das ist die eigentliche Stärke dieses Spiels. Terranigma ist hierbei weniger manipulativ, da wirklich jede Entscheidung Vor- sowie Nachteile hat, und da das Spiel die Story sehr gut erzählt und die Charaktere wirkliche Tiefe haben, was übrigens z.b. stets durch charakteristische Musik verdeutlicht wird widme ich diesem Spiel meinen ersten nostalgischen Review. Wer es noch nicht gespielt hat, sei angehalten dies zu tun - mit durchschnittlich 26 Stunden Spielzeit ist dies leicht zu bewerkstelligen.

Fazit: Gutes Spiel und underrated deluxe!

20.4.09 00:41


Call of Duty - World at War

Hi Folks,

willkommen beim zweiten Game Review meinerseits. Dieses Mal schreibe ich, was ich vom neuesten Call of Duty halte - und das sogar mit einer Struktur, die ich für die nächsten Game Reviews beibehalten werde, zum einen der Übersicht wegen und zum anderen..der Übersicht wegen. Ha!

1. Grafik/Performance & Sound

Call of Duty 5 nutzt die gleiche Grafikengine wie auch CoD 4, vergleicht man aber beide Spiele direkt sieht man sofort den Unterschied, denn irgendwie scheinen die Entwickler die optimale Nutzung der Engine vergessen zu haben. Während im vierten Teil das optische Layout durchaus überzeugen und die Atmosphäre unterstreichen konnte, sieht man davon im fünften Teil nicht viel davon. Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich einen Bitmap(!)-Stacheldrahtzaun gefunden, und das nicht am Rand des Levels sondern mittendrin. Ego-Shooter sind dafür bekannt die neuesten und besten Grafiktechniken auszureizen, aber bei CoD 5 merkt man, dass das Spiel vor allem schnell auf dem Markt sein musste, denn ein Jahr Entwicklung reicht nunmal nicht für eine neue Engine. Versteht mich nicht falsch, die Grafik ist nett - aber mehr auch nicht, denn wenn ein Spiel nicht einmal mit dem Vorgänger mithalten kann..

Soundmäßig kann man CoD 5 keinen Vorwurf machen, die Waffengeräusche, welche naturgemäß 95% des Sounds ausmachen sind sehr gut, was aber wahrscheinlich auch daran liegt dass man nun 3 Teile vorher Zeit hatte, diese zu perfektionieren. Die Hintergrundkulisse und Atmosphäre wird durch den Sound sehr gut hervorgehoben und runden das Spiel dadurch positiv ab.

Die Perfomance ist sehr gut, das Spiel läuft durchweg flüssig auf meinem System (Intel C2D E6750/nVidia Geforce 8800 GT/ 2 GB DDR2 Ram) und ist freundlich gegenüber schwächeren Systemen, Spieler mit nicht so guten Systemen werden also nicht ausgeschlossen wie der Trend es durch GTA IV oder  FarCry 2 vormacht - dennoch könnte wie bereits erwähnt die Grafik deutlich besser sein und dasselbe Ziel erreichen..

2. Atmosphäre/Story & Gameplay/kI

Atmosphärisch kann man CoD 5 keinen Vorwurf machen, denn die Serie besticht ja gerade dadurch, Kämpfe und Level allgemein sehr gut zu vermitteln indem man durch und durch mitgerissen wird. Granateneinschläge hier, schreiende Soldaten dort - das Gesamtbild bezüglich der Atmosphäre passt und ist gut umgesetzt - vorausgesetzt man spielt dieses Spiel nach den Regeln der Entwickler, und das ist der Punkt an dem das Gameplay einem die Stimmung versauen kann.
Zunächst gehe ich aber auf die Story ein:
Man spielt entweder einen Soldaten der roten Armee im Sowjetfeldzug gegen das deutsche Reich oder einen Marineinfanteristen der Amerikaner im Pazifik-Theater. Neu hierbei ist vor allem der pazifische Raum, da dieser noch "relativ" neu ist. Dennoch, wie auch in den meisten Weltkriegs-Shootern üblich, sind die Protagonisten austauschbar, eure Waffenbrüder ohne Tiefe und das ganze Spiel gibt sich sehr stark die Mühe, euch zu anonymisieren. In den Spielparts, in denen euer Charakter spricht, gibt er lediglich die Geschichte wieder, deren Teil ihr seid.
Zurück zur allgemein Story: Im russischen Teil des Spiels seid ihr auf dem Weg nach Berlin, um dort mal wieder die sowjetische Flagge auf dem Reichstagsgebäude zu schwingen, im amerikanischen Teil probt ihr das Inselspringen um die Japaner zurückzudrängen - insgesamt also nichts wirklich neues.
Das Gameplay hingegen setzt noch einen drauf und gibt wirklich Anlass, dieses Spiel nicht zu spielen. Wie in allen CoD-Teilen der Serie seid stets ihr es, der gegnerische Fahrzeuge, besonders Panzer zerstören soll - und das stört gewaltig, weil es die Atmosphäre wiederrum stark einschränkt.
Warum bin immer nur ich es, der die Panzer mit der herumliegenden Panzerfaust zerstören muss und warum tut das sonst niemand ?
Warum muss ich immer in bestimmte "Trigger-Gebiete" vorstürmen, damit die künstlische Intelligenz ebenfalls vorrückt und nicht auf der Stelle verharrt (Besonders nervig wenn man seinem Team mit einem Scharfschützengewehr Unterstützungsfeuer geben möchte)
Warum habe ich in einem freien Gelände allerhöchstens 100 Meter Spielraum nach links oder rechts und kann mich nicht frei bewegen, sogar einige sichtbare Gebäude in direkter Nähe nicht betreten ?
Wie bereits erwähnt: Geht man nicht den von den Entwicklern vorgesehen weg, bleibt man hängen und erzielt keinen Fortschritt.
Geht man auf die kI ein, muss man zwischen Deutschen und Japanern unterscheiden. Während die Deutschen in CoD 5 einigermaßen gescheit agieren und teilweise Deckung suchen, kommen einem die japanischen Soldaten wie Moorhühner vor: Sie verstecken sich in Bäumen und im hohen Gras, um just in dem Moment in welchen ihr ein leichtes Ziel für eine gut gezielte Kugel seid nach vorne zu stürmen, euch mit ihrem Kampfschrei zu warnen und zu guter letzt euch im Nahkampf zu töten.
Zu blöd wenn man gerade eine Maschinenpistole in der Hand hält..
Meiner Meinung nach ist das Gameplay wirklich mies, und man fühlt sich teilweise stark an Moorhuhn erinnert, da das monotone Spielprinzip (Nach vorne rennen, beizeiten Deckung suchen, schiessen usw.) sich ständig wiederholt und kleine Sideevent wirklich selten sind.
Alles in allem wird die Atmosphäre gut rübergebracht, die Szenerie stimmt und der Sound unterstreicht dies alles - aber die Spielbarkeit und die Tiefe die mir CoD5 übermittelt geht gen Null.

3. Sonstiges

Was mir an diesem Spiel stark aufgefallen ist, ist die Brutalität die CoD5 mir präsentiert. Damit meine ich nicht etwa das "gut gelungende Schadensmodell" der verschiedenen Soldaten, sondern eher kleine Sideevents, die ich für kontrovers halte. Ein Beispiel: An einer Stelle im Spiel ergibt sich eine Gruppe deutscher Soldaten und der Spieler muss entscheiden ob er sie erschießt oder nicht. Tut man es, sind diese Soldaten tot - entschließt man sich jedoch dagegen, werfen die befreundeten Rotarmisten Molotow-Cocktails auf selbige, welche dann als menschliche Fackeln herumlaufen. Der Spieler wird also, wenn er eine moralisch "gute" Entscheidung trifft dadurch bestraft, als das seine Entscheidung im nachhinein keinen Unterschied zur bevorstehenden Zukunft machen, schliesslich sind die Soldaten so oder so tot. Diese Events sind zwar nur am Rande des Spiels, ziehen aber unnötig die Brutalitätsschwelle nach oben. Auch ist das gegnerische Verhalten an diesem Punkt seltsam - Verletzte Gegner werden entweder von euch oder eurem Team erschossen oder stehen wieder auf um verbissen zu weiterzukämpfen - macht das mal mit 5 Kugeln in den Beinen, umzingelt von 30 Soldaten. Realistisch ist das nicht. Klar - Krieg ist brutal und gerade der zweite Weltkrieg war nicht die Sternstunde der Menschlichkeit, aber wenn ein Spiel(!) nur halbgaren Realismus vermittelt(Moorhuhn-Verhalten), muss es doch bei der Brutalität nicht super-realistisch werden.
Hinzu kommt das Story-Telling während des Spiels: In kurzen Zwischensequenzen werdet ihr über den Fortgang des Krieges informiert, und das auch sehr imposant bezüglich der optischen Qualität, aber auch hier gibt es negative Nebeneffekte.
Diese Videos geben schlichtweg nicht die historische Wirklichkeit wieder und wirken manipulativ und populistisch auf den Spieler.
Im Intro scheint es so, als ob die USA das Ölembargo vor dem Krieg gerade wegen der japanischen Expansion in Asien verabschiedet hätten - was nicht der Fall war. Ebenso gibt es eine Szene, in der ihr nach einem Level als russischer Soldat in einen Zug steigt und in der folgenden Zwischensequenz mit diesem Zug direkt nach Berlin fahrt um dort zu kämpfen während in selbiger russische Verbände ohne Gegenwehr nach Berlin marschieren - die Russen sind also direkt von Seelow nach Berlin gefahren ? Soso, das war mir neu..
Auffallen wird dies aber nur Menschen, die sich mehr oder weniger mit dem zweiten Weltkrieg auseinandersetzen - und da wird es sehr gefährlich, da sich vor allem in unserer Generation und vor allem in den USA wenig Menschen, die diese Spiele spielen auch damit auskennen. Propaganda nannte man das früher einmal..

4. Fazit und Vergleich

Alles in allem finde ich CoD5 schlecht. Die Spielzeit ist niedrig angesetzt, wer also über eine hohe Frusttrationstoleranz verfügt wird es auch an einem Tag durchspielen können, aber gerade das Gameplay und Leveldesign sowie die kI sind so schlecht umgesetzt, dass sich das Spielen nicht lohnt. Ich für meinen Teil spielte es nur weil ich CoD4 für relativ gut befunden habe und positiv überrascht wurde - nur damit die Entwickler diese Erwartung letztendlich in den Staub treten konnten. Die Grafik überzeugt nicht, der Sound ist ganz gut und das Gameplay miserabel - und wenn ich guten Sound hören will hör ich dann doch lieber Metallica oder Tool. Wer einen guten Shooter spielen möchte sollte entweder den Vorgänger Call of Duty 4 Modern Warfare spielen oder Spiele wie Red Orchestra oder Brothers in Arms spielen. CoD5 versucht den Spagat zwischen Realismus und Einfach-Shooter und bricht sich dabei die Leisten - wünschenswert ist das zwar nicht, aber in meinen Augen haben die Entwickler diesen Schnellschuss versiebt.
Mein Rat: Alternativen suchen! Für mehr als Zwischendurch ist Call of Duty 5 nicht geeignet.

15.4.09 11:49


Camera Obscura #3 – Rorschach’s Journal

Von Comic Graphic Novel Fans lange Zeit erwartet erschien vor einigen Wochen endlich Watchmen – Die Wächter in unseren Kinos. Aber ob der Film, basierend auf Alan Moores Vorlage (u.a. V – Wie Vendetta, From Hell) wirklich den Erwartungen gerecht werden kann?

Watchmen - Die Wächter

Rorschach's Journal: October 12th, 1985. Tonight, a comedian died in New York.

Der Film spielt in den 1980ern und alles beginnt mit dem Tod des Comedian, eines gealterten Superhelden, der mittlerweile für die Regierung arbeitete. Sein mysteriöser Tod ruft Rorschach auf den Plan, ebenfalls ein Ex-Held, der die Umstände des Todes des Comedian aufklären will. Bis in die 70er Jahre hinein gab es die Watchmen – eine Gruppe von Leuten, die sich dazu berufen fühlten, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Keiner von ihnen, bis auf Dr. Manhattan, hat wirklich Superkräfte. Dr. Manhattan erhielt seine Kräfte nach einem Unfall und besteht aus purer Energie, und hat u.a. die Möglichkeit zur Teleportation und Zukunftsvorhersage.

 

Who watches the Watchmen?

Nach dem die Watchmen u.a. in Vietnam für die USA kämpften und gewannen wurden ihnen jedoch später verboten ihrer Tätigkeit nachzukommen. Einige hörten einfach auf, einige arbeiten für die Regierung, und andere betätigten sich als Forscher. Doch die Situation ist angespannt: Alles läuft auf einen Atomkrieg zwischen den USA und der Sowjetunion hinaus. Doch was hat das ganze mit dem Tod des Comedian zu tun? Und wie sind die anderen Watchmen in diese Story verwickelt?

 

This city is afraid of me. I have seen its true face.

Zack Snyder (300, Dawn of the Dead) schafft es einen Film zu schaffen, der stark von dem Audiovisuellen lebt, gleichzeitig aber auch der Comicvorlage gerecht wird. Das ist allerdings auch ein Problem des Films: Mit seiner Überlänge schafft er es zwar große Teile der Charakter gut zu zeichnen, dies wirkt jedoch teilweise sehr schleppend, zumal es mit der Hauptstory nicht weitergeht, und nicht weitergehen kann wenn man die Charaktere und ihre Motive nicht versteht. Es wäre gut gewesen wenn sich Zack Snyder etwas mehr von der Comicvorlage gelöst hätte – Mit Sicherheit kein einfaches Unterfangen. 

 

Alles in allen baut der Film trotzdem (oder gerade weil? )eine relativ dichte Atmosphäre auf, die deutsche Synchro geht bis auf ein paar Sachen in Ordnung und die Bildhaftigkeit ist einfach nur gelungen. Sofern man noch die Möglichkeit hat, sollte man sich den Film im Kino anschauen.

Once you realize what a joke everything is, being the Comedian is the only thing that makes sense.

Watchmen – Die Wächter 8/10

- Andy

27.3.09 01:08


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung